Unternehmensberatung · Systemauswahl
Erst wissen, was Sie brauchen. Dann Anbieter ansehen.
Die meisten Systemauswahlen laufen andersherum: drei Vorführungen, danach der Versuch, die eigenen Anforderungen an das Gesehene anzupassen. Wir drehen die Reihenfolge um und machen den Vergleich nachvollziehbar.
Warum Systementscheidungen so oft schiefgehen
Eine Systemvorführung ist eine Verkaufsveranstaltung. Sie zeigt, was das Produkt kann, nicht, was Ihr Betrieb braucht. Wer ohne schriftliche Anforderungen in drei Vorführungen geht, entscheidet am Ende nach Sympathie und Oberfläche, und merkt zwölf Monate später, dass der eine Vorgang, der wirklich zählt, nur mit Zusatzmodul funktioniert.
Der zweite Fehler ist die Vollständigkeitsfalle. Wer alles auflistet, was denkbar wäre, bekommt ein System, das alles kann und nichts gut, zu einem Preis, der nie geplant war. Anforderungen müssen gewichtet werden: was ist Ausschlusskriterium, was ist wünschenswert, was ist Beiwerk.
Der dritte Fehler ist, die Datenübernahme und die Schnittstellen erst nach der Entscheidung anzusehen. Genau dort entstehen die Kosten, die den Preisvergleich im Nachhinein wertlos machen.
Diese Beratung liefert deshalb drei Dinge in dieser Reihenfolge: einen gewichteten Anforderungskatalog aus Ihren Abläufen, eine Vorauswahl passender Systeme, und einen Vergleich, der jede Bewertung begründet. Die Entscheidung treffen Sie, aber Sie können sie danach jedem im Betrieb erklären.
Wir sagen offen, wo wir selbst im Spiel sind. Der Abschnitt zur Interessenlage steht weiter unten auf dieser Seite und nicht im Kleingedruckten.
Was in den Beratungstagen passiert
- Anforderungen aus den Abläufen ableiten
- Wir gehen Ihre zentralen Vorgänge durch und leiten daraus ab, was das System können muss. Anforderungen entstehen aus der Arbeit, nicht aus einer Merkmalsliste des Anbieters.
- Gewichtung in Muss, Soll und Kann
- Jede Anforderung wird eingeordnet. Muss-Kriterien schließen Systeme aus, Soll-Kriterien entscheiden zwischen den verbliebenen, Kann-Kriterien sind Beiwerk. Ohne diese Trennung gewinnt am Ende die längste Merkmalsliste.
- Vorauswahl und strukturierter Vergleich
- Aus dem Katalog ergibt sich eine überschaubare Zahl passender Systeme. Diese vergleichen wir Punkt für Punkt, inklusive Lizenzmodell, Datenübernahme, Schnittstellen und laufenden Kosten über drei Jahre.
- Empfehlung mit Begründung und Risiken
- Sie bekommen eine begründete Empfehlung, ausdrücklich mit den Punkten, an denen das empfohlene System schwächer ist, und mit dem, was in der Einführung schiefgehen kann.
Wie die Beratung abläuft
- Vorgespräch, kostenfrei, etwa 30 Minuten Wir klären den Rahmen: welcher Bereich, welches Budget, welcher Zeitpunkt. Und ob ein Systemwechsel überhaupt die richtige Antwort ist.
- Tag 1: Anforderungsaufnahme Gespräche mit den Bereichen, die mit dem System arbeiten werden. Ergebnis ist der Rohkatalog der Anforderungen.
- Auswertung: Katalog und Vorauswahl Wir gewichten die Anforderungen, prüfen den Markt und stellen die Vorauswahl zusammen. Diese Zeit rechnen wir nicht als Beratungstag ab.
- Tag 2: Vergleich durchgehen Wir gehen den Vergleich mit Ihnen durch, korrigieren Gewichtungen und legen fest, welche Systeme in eine Vorführung gehen und welche Fragen dort gestellt werden.
- Bericht und Übergabe Anforderungskatalog, Vergleich, Empfehlung mit Begründung und Risiken, dazu ein Fragenkatalog für die Anbietergespräche.
Was Sie am Ende in der Hand halten
- Gewichteter Anforderungskatalog
- Ihre Anforderungen schriftlich, getrennt in Muss, Soll und Kann. Auch für spätere Ausschreibungen wiederverwendbar.
- Systemvergleich mit Begründung
- Jede Bewertung mit Quelle und Anmerkung, damit im Nachhinein nachvollziehbar ist, warum ein System vorn liegt.
- Kostenbild über drei Jahre
- Lizenzen, Einführung, Datenübernahme, Schnittstellen und Betrieb, damit der Vergleich nicht am Monatspreis hängen bleibt.
- Fragenkatalog für Anbietergespräche
- Die Fragen, die in einer Vorführung tatsächlich etwas klären, statt sich die Standardpräsentation anzusehen.
Was nicht Teil dieser Beratung ist
- Keine Einführung und keine Migration
- Einrichtung, Datenübernahme und Schulung sind eigene Leistungen mit eigenem Angebot und eigener Rechnung.
- Keine Lizenzvermittlung im Rahmen der Beratung
- Die Beratung endet mit der Empfehlung. Ob Sie Lizenzen über uns oder direkt beim Hersteller beziehen, ist eine getrennte Entscheidung.
- Keine Vertragsprüfung
- Lizenz- und Wartungsverträge gehören zur rechtlichen Prüfung. Wir benennen die kritischen Punkte, bewerten sie aber nicht rechtlich.
- Keine Zusicherung von Herstellerpreisen
- Preisangaben im Vergleich sind Listenpreise oder Erfahrungswerte. Verbindlich wird ein Preis erst im Angebot des Anbieters.
Unsere Interessenlage, offengelegt
WISSEN BERATUNG ist offizieller Odoo Learning Partner und verkauft, richtet ein und betreut Odoo, ebenso Microsoft-365-Lizenzen und Superchat. Das heißt: Bei einer Systemauswahl sind wir für diese Produkte kein neutraler Dritter, und wir behaupten es auch nicht. Wir gehen damit so um, dass es überprüfbar bleibt. Im Bericht steht bei jedem System, ob wir daran verdienen. Für jedes von uns vertriebene System benennen wir ausdrücklich die Fälle, in denen es nicht die richtige Wahl ist, und stellen mindestens zwei Alternativen anderer Anbieter gleichwertig daneben. Wenn Sie eine Auswahl brauchen, bei der niemand am Ergebnis verdient, sagen Sie es: Dann beschränken wir uns auf Anforderungskatalog und Fragenkatalog und lassen die Empfehlung weg, oder wir nennen Ihnen einen unabhängigen Berater.
Aufwand und Preis
Üblicherweise zwei bis drei Beratungstage
Ein abgegrenzter Bereich wie CRM oder Warenwirtschaft ist in zwei Tagen zu schaffen. Eine vollständige ERP-Auswahl über mehrere Abteilungen braucht drei. 1.250 Euro je Beratungstag zu acht Stunden, zzgl. Umsatzsteuer, Anreise und, wenn nötig, Übernachtung.
1.250 Euro je Beratungstag zu 8 Stunden, zzgl. Umsatzsteuer, Anreise und gegebenenfalls Übernachtung.
Was das in Zahlen heißt
| Beratungstage | Honorar, netto |
|---|---|
| 1 | 1.250 Euro |
| 2 | 2.500 Euro |
| 3 | 3.750 Euro |
| 4 | 5.000 Euro |
| 5 | 6.250 Euro |
1.250 Euro je Beratungstag zu 8 Stunden, zzgl. Umsatzsteuer, Anreise und gegebenenfalls Übernachtung.
Systemauswahl: Häufige Fragen
Was kostet eine Systemauswahl?
1.250 Euro je Beratungstag zu acht Stunden, zzgl. Umsatzsteuer, Anreise und gegebenenfalls Übernachtung. Üblich sind zwei bis drei Tage, also 2.500 bis 3.750 Euro netto.
Sie verkaufen selbst Odoo. Können Sie dann neutral beraten?
Nicht vollständig, und wir behaupten es nicht. Wir legen im Bericht bei jedem System offen, ob wir daran verdienen, benennen bei den eigenen Produkten ausdrücklich die Fälle, in denen sie nicht passen, und stellen Alternativen anderer Anbieter gleichwertig daneben. Wenn Sie eine Auswahl ohne jedes Eigeninteresse wollen, liefern wir nur Anforderungs- und Fragenkatalog oder nennen Ihnen einen unabhängigen Berater.
Wie viele Systeme vergleichen Sie?
Nach der Vorauswahl üblicherweise drei bis fünf. Mehr macht den Vergleich unlesbar, weniger übersieht Alternativen. Welche es sind, ergibt sich aus den Muss-Kriterien, nicht aus einer Vorliebe.
Brauchen wir überhaupt ein neues System?
Oft nicht. Ein häufiges Ergebnis ist, dass das vorhandene System bleibt und zwei Abläufe geändert oder eine Schnittstelle ergänzt wird. Ein Wechsel kostet Geld, Zeit und Nerven und muss sich rechnen.
Können Sie die Anbietergespräche begleiten?
Ja, das ist ein zusätzlicher halber bis ganzer Tag. Sinnvoll ist es vor allem, wenn technische Zusagen gemacht werden, die später im Vertrag stehen sollten.
Was ist mit der Datenübernahme aus dem Altsystem?
Die schätzen wir im Vergleich mit ab, weil sie regelmäßig der teuerste Posten der Einführung ist. Eine belastbare Aufwandsschätzung ist erst möglich, wenn der Datenbestand des Altsystems eingesehen wurde.
Erst reden, dann beauftragen
Ein Gespräch von 30 Minuten klärt, ob eine Beratung das richtige Mittel ist. Wenn nicht, sagen wir das dort.
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